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Der Juli bietet kurze Nächte, dafür aber zahlreiche lohnende Beobachtungsobjekte. Während Venus weiterhin als heller Abendstern den Himmel schmückt, erscheint Mars langsam wieder am Morgenhimmel. Saturn entwickelt sich zunehmend zum markanten Objekt der zweiten Nachthälfte. Gegen Monatsende verschwindet Jupiter in Sonnennähe und ist nicht mehr beobachtbar.


🌕 Mond

Der Mond erreicht am 14. Juli seine Neumondphase. Damit werden die Nächte in der Monatsmitte besonders dunkel und bieten ideale Bedingungen für die Beobachtung lichtschwacher Deep-Sky-Objekte.

Vollmond ist am 29. Juli.

Ein schöner Anblick ergibt sich am 24. Juli, wenn der zunehmende Mond am Stern Antares im Skorpion vorbeizieht.

13.07. – Mond im Perigäum (erdnächster Punkt 359.115 km)
25.07. – Mond im Apogäum (größte Entfernung zur Erde 405.550 km)

 

🪐Die Planeten

Merkur

Merkur steht am 13. Juli in unterer Konjunktion zur Sonne und wechselt anschließend an den Morgenhimmel. Nach dem Ende seiner Rückläufigkeit am 23. Juli verbessert sich seine Sichtbarkeit langsam. Anfang August bietet sich eine günstige Morgensichtbarkeit an.

Venus

Venus bleibt während des gesamten Monats der auffällige Abendstern. Ihre Helligkeit nimmt leicht zu und erreicht rund −4,3 mag. Am 08. Juli nähert sie sich dem Stern Regulus im Löwen an – ein reizvoller Anblick bereits im Fernglas.

Mars

Mars taucht wieder am Morgenhimmel auf. Zu Monatsbeginn erscheint er kurz vor Sonnenaufgang über dem Nordosthorizont. Im Laufe des Monats verbessert sich seine Sichtbarkeit spürbar. Besonders interessant ist die enge Begegnung mit Uranus am 4. Juli, wenn beide Planeten im Fernglas gemeinsam verfolgt werden können.

Jupiter

Jupiter nähert sich der Sonne und steht am 29. Juli in Konjunktion. Damit verschwindet er vorübergehend vom Nachthimmel und wird erst im August wieder am Morgenhimmel sichtbar.

Saturn

Saturn entwickelt sich zum auffälligsten Planeten der zweiten Nachthälfte. Bereits Anfang Juli geht er kurz nach Mitternacht auf, gegen Monatsende schon deutlich früher. Am 28. Juli beginnt seine rückläufige Bewegung, während seine Helligkeit langsam zunimmt.

Uranus

Uranus steht weiterhin im Sternbild Stier und kann mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop am Morgenhimmel aufgesucht werden. Die Begegnung mit Mars am 4. Juli erleichtert das Auffinden.

Neptun

Neptun wird am 8. Juli stationär und beginnt anschließend seine Oppositionsschleife. Damit verbessern sich die Beobachtungsbedingungen bis in den Herbst hinein kontinuierlich.

 

☀️Sonne

Am 6. Juli erreicht die Erde ihren größten Abstand von der Sonne (Apogäum 152.088.675 km). Trotzdem erleben wir auf der Nordhalbkugel die wärmste Zeit des Jahres, da die Jahreszeiten von der Neigung der Erdachse bestimmt werden und nicht vom Abstand zur Sonne.

Im Verlauf des Monats wechselt die Sonne am 21. Juli vom Sternbild Zwillinge in den Krebs. 

Die Carrington-Rotation 2313 beginnt am 6. Juli 2026.

Deep-Sky-Tipps

Die dunklen Nächte um Neumond eignen sich hervorragend für Beobachtungen der Milchstraße. Besonders lohnend sind:

- Kugelsternhaufen M13 im Herkules
- Ringnebel M57 in der Leier
- Hantelnebel M27 im Füchschen
- Lagunennebel M8 und Trifidnebel M20 im Schützen
- Wildentenhaufen M11 im Schild


☄️
Sternschnuppen

Im Juli werden zwei Meteorströme aktiv:

Delta-Aquariiden (12. Juli bis 19. August) erreichen ihr Maximum um den 30. Juli. Unter idealen Bedingungen sind etwa 20 Meteore pro Stunde zu erwarten. Die Sternschnuppen sind meist eher lichtschwach und vergleichsweise langsam.

Bereits ab 17. Juli sind außerdem die ersten Perseiden aktiv. Das eigentliche Maximum folgt zwar erst im August, dennoch können bereits Ende Juli vereinzelt helle Sternschnuppen beobachtet werden.

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