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Im September macht sich der Übergang vom Sommer zum Herbst auch am Sternenhimmel deutlich bemerkbar. Die Nächte werden spürbar länger, während die Sommersternbilder langsam nach Westen rücken und im Osten bereits die typischen Herbststernbilder aufsteigen. Der Monat bietet einige interessante Beobachtungsmöglichkeiten. Ein besonderesEreignis ist die Bedeckung der Venus durch den Mond am 14. September, die am hellen Taghimmel beobachtet werden kann.
🌕 Der Mond
Die Mondphasen im September:
4. September – Letztes Viertel
11. September – Neumond
18. September – Erstes Viertel
26. September – Vollmond
Am 6. September erreicht der Mond mit 368.258 km seine geringste Entfernung zur Erde im Monatsverlauf. Am 19. September beträgt seine Entfernung beim Apogäum 404.221 km.
Venusbedeckung am 14. September
Das interessanteste Himmelsereignis des Monats findet am Montag, dem 14. September 2026, statt. Die schmale zunehmende Mondsichel zieht am Taghimmel vor Venus vorbei und bedeckt den Planeten vollständig.
Für Weiden und die mittlere Oberpfalz verschwindet Venus ungefähr gegen 11:31 Uhr MESZ hinter dem unbeleuchteten Mondrand. Gegen 12:41 Uhr MESZ erscheint sie auf der anderen Seite des Mondes wieder. Die Zeiten können sich je nach Beobachtungsort um einige Minuten verschieben. Da Venus sehr hell ist, lässt sich die Bedeckung bereits mit kleineren Teleskopen verfolgen. Besonders reizvoll ist ihr plötzliches Verschwinden am dunklen Mondrand.
Wichtig: Bei Beobachtungen am Taghimmel muss unbedingt darauf geachtet werden, dass Teleskop oder Fernglas niemals versehentlich auf die Sonne gerichtet werden.![]()
Am Abend des 14. September stehen Mond und Venus noch immer nahe beieinander und bilden tief über dem westlichen Horizont einen schönen Anblick.
🪐 Die Planeten
Merkur
Merkur bleibt im September unbeobachtbar. Zwar wächst sein Winkelabstand zur Sonne im Laufe des Monats, doch die Ekliptik verläuft am Abend sehr flach zum westlichen Horizont. Der sonnennächste Planet kann sich deshalb nicht aus der hellen Dämmerung lösen.
Venus
Venus verabschiedet sich im September allmählich von ihrer Rolle als auffälliger Abendstern. Ihre Sichtbarkeitsdauer verkürzt sich rasch. Nach der spektakulären Mondbedeckung am 14. September erreicht sie am 19. September mit etwa −4,8 mag ihren größten Glanz. Im Teleskop zeigt sich Venus zu dieser Zeit als große, schmale Sichel. Gegen Monatsende steht sie nach Sonnenuntergang bereits so tief, dass ihre Beobachtung zunehmend schwierig wird.
Mars
Mars gehört zum Morgenhimmel. Der rote Planet befindet sich zunächst in den Zwillingen und zieht gegen Monatsende weiter in den Krebs. Seine Helligkeit liegt bei ungefähr 1,1 mag. Am Morgen des 7. September steht die abnehmende Mondsichel in seiner Nähe. Im weiteren Monatsverlauf bilden Mars, Kastor und Pollux zeitweise eine auffällige Konstellation.
Jupiter
Jupiter verbessert seine Morgensichtbarkeit im September deutlich. Der helle Riesenplanet bewegt sich zunächst durch den Krebs und wechselt am 23. September in den Löwen. Besonders schön wird der Morgen des 9. September: Die schmale abnehmende Mondsichel steht nahe Jupiter, während auch Mars nicht weit entfernt am Morgenhimmel zu finden ist. Bis zum Monatsende geht Jupiter bereits vor 3 Uhr MESZ auf und wird damit zu einem immer auffälligeren Objekt der zweiten Nachthälfte.
Saturn
Saturn wird im September zu einem der interessantesten Planeten des Nachthimmels. Er erscheint immer früher am Abend und nähert sich seiner Opposition, die am 4. Oktober erreicht wird. Seine Helligkeit steigt auf etwa 0,4 mag. Damit ist der Ringplanet leicht aufzufinden und während eines großen Teils der Nacht gut mit dem Teleskop zu beobachten.
Uranus
Uranus befindet sich im Sternbild Stier. Am 10. September beendet er seine rechtläufige Bewegung und beginnt seine Oppositionsschleife. Seine Opposition folgt Ende November. Mit einer Helligkeit von etwa 5,6 mag liegt Uranus theoretisch nahe der Sichtbarkeitsgrenze des bloßen Auges. Ein Fernglas erleichtert das Auffinden jedoch erheblich.
Neptun
Neptun erreicht in der Nacht vom 25. auf den 26. September im Sternbild Fische seine Opposition zur Sonne. Mit rund 7,8 mag bleibt er für das bloße Auge unsichtbar, ist aber bereits mit einem guten Fernglas oder kleinen Teleskop erreichbar. Im Fernrohr erscheint Neptun als winziges bläuliches Scheibchen von lediglich rund 2,4 Bogensekunden Durchmesser.
☀️ Die Sonne
Die Sonne wandert im September vom Löwen in die Jungfrau. Am 23. September erreicht sie den Herbstpunkt. Tag und Nacht sind zu dieser Zeit annähernd gleich lang; anschließend werden die Nächte auf der Nordhalbkugel wieder länger als die Tage.
Auch für Sonnenbeobachter beginnt im Laufe des Monats eine neue Zählperiode:
26.09.2026 – Beginn der Carrington-Rotation 2316
Die Carrington-Rotation beschreibt die rund 27-tägige scheinbare Rotationsperiode der Sonne und wird unter anderem genutzt, um die Entwicklung von Sonnenflecken und aktiven Regionen über mehrere Sonnenrotationen hinweg zu verfolgen.
☄️ September-ε-Perseiden
Die September-ε-Perseiden sind ein eigenständiger Meteorstrom und nicht mit den wesentlich stärkeren August-Perseiden zu verwechseln. Sie sind etwa vom 5. bis 21. September aktiv. Das Maximum wird am 9. September erwartet; unter idealen Bedingungen liegt die Zenitrate bei ungefähr acht Meteoren pro Stunde. Die Beobachtungsbedingungen sind diesmal ausgezeichnet. Nur zwei Tage nach dem Maximum ist Neumond, sodass störendes Mondlicht praktisch keine Rolle spielt. Vor allem in der zweiten Nachthälfte steht der Radiant hoch genug für eine erfolgversprechende Beobachtung.
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Zur partiellen Sonnenfinsternis am 12. August 2026 trafen wir uns mit einer kleinen Gruppe Sternengucker aus Weiden auf einer Anhöhe zwischen Pirk und Bechtsrieth. Mit dabei waren auch einige ehemalige "Mitglieder" der Deepsky Hunters. Der Standort bot uns einen freien Blick nach Westen, denn die Sonne stand während der Finsternis bereits recht tief.
Die Wettervorhersage hatte eigentlich gute Bedingungen versprochen. Zudem war es in den Tagen zuvor fast durchgehend wolkenlos gewesen. Ausgerechnet am späten Nachmittag bildeten sich jedoch Schleierwolken, die zeitweise vor der Sonne entlangzogen. Die Beobachtung war trotzdem möglich, nur bei den H-Alpha-Aufnahmen machten sich die wechselnden Bedingungen störend bemerkbar.
Von Weiden aus wurden rund 87 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt. Damit wurde es zwar nicht richtig dunkel, während des Maximums veränderte sich das Licht aber deutlich. Die Landschaft wirkte gedämpft, die Farben zugleich etwas kräftiger und ungewohnt. Es entstand für einige Minuten eine eigentümliche, fast mystische Stimmung.
Durch die Teleskope ließ sich gut verfolgen, wie der Mond immer weiter vor die Sonne zog und nur noch eine schmale Sichel übrig blieb. Im H-Alpha-Licht waren daneben auch Filamente und weitere Strukturen auf der Sonnenoberfläche zu erkennen. Gegen 20.30 Uhr ging die teilweise verfinsterte Sonne hinter den Bäumen am westlichen Horizont unter.
Unterm Strich war es eine gelungene Aktion: eine kleine, unkomplizierte Beobachtungsrunde und ein schöner Standort über dem Weidener Becken. Und wieder einmal zeigte sich, dass solche Ereignisse gemeinsam einfach mehr Spaß machen.
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Der August zählt traditionell zu den beliebtesten Monaten für Sternfreunde – und 2026 macht hier keine Ausnahme. Angenehme Nachttemperaturen, bereits wieder spürbar länger werdende Nächte und gleich mehrere außergewöhnliche Himmelsereignisse sorgen für beste Beobachtungsbedingungen. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr eine von Deutschland aus partiell sichtbare Sonnenfinsternis, das Maximum des Perseiden-Meteorstroms sowie eine partielle Mondfinsternis gegen Monatsende. Auch die Planeten bieten zahlreiche interessante Beobachtungsmöglichkeiten.
🌕 Der Mond
Der Mond zeigt im August folgende Hauptphasen:
- 6. August: Letztes Viertel
- 12. August: Neumond (totale Sonnenfinsternis)
- 20. August: Erstes Viertel
- 28. August: Vollmond
10.08. – Mond im Perigäum (erdnächster Punkt 363.285 km)
22.08. – Mond im Apogäum (größte Entfernung zur Erde 40.4644 km)
Besonders schöne Begegnungen ergeben sich unter anderem mit Saturn Anfang des Monats, Mars am Morgen des 9. August sowie Venus am Abend des 16. August.
🪐 Die Planeten
Merkur
Merkur beginnt den August als Morgengestirn. Bereits am 2. August erreicht er seine größte westliche Elongation und entfernt sich damit scheinbar am weitesten von der Sonne. In den ersten Augusttagen bietet sich die beste Gelegenheit des Jahres, den sonnennächsten Planeten in der Morgendämmerung über dem Osthorizont aufzuspüren.
Mit jedem weiteren Tag nähert sich Merkur jedoch wieder der Sonne an. Seine Sichtbarkeit verschlechtert sich zunehmend, ehe er Mitte August in der hellen Morgendämmerung verschwindet und am 27. August seine obere Konjunktion erreicht.
Venus
Venus dominiert weiterhin den Abendhimmel. Am 15. August erreicht sie ihre größte östliche Elongation und entfernt sich scheinbar fast 46 Grad von der Sonne. Im Teleskop zeigt Venus nun ihre charakteristische Halbphase. Obwohl ihr scheinbarer Durchmesser im Vergleich zu den kommenden Monaten noch relativ klein ist, bietet sie bereits einen eindrucksvollen Anblick.
Mars
Mars erscheint weiterhin am Morgenhimmel. Seine Helligkeit nimmt langsam wieder zu, dennoch bleibt er im Vergleich zu Venus oder Jupiter ein eher unscheinbares Objekt. Anfang August befindet sich die schmale Mondsichel in seiner Nähe und erleichtert das Auffinden des Roten Planeten.
Jupiter
Jupiter kehrt in der zweiten Monatshälfte an den Morgenhimmel zurück. Nach seiner Sonnenkonjunktion Ende Juli taucht er zunächst noch sehr tief über dem Osthorizont auf. Seine Sichtbarkeit verbessert sich jedoch von Woche zu Woche, sodass sich bereits gegen Monatsende erste Beobachtungen in der Morgendämmerung lohnen.
Saturn
Saturn entwickelt sich im August zum beherrschenden Planeten der zweiten Nachthälfte. Er geht bereits am Abend auf und bleibt nahezu die gesamte Nacht sichtbar. Da seine Opposition Anfang Oktober bevorsteht, nimmt seine Helligkeit kontinuierlich zu.
Im Teleskop zeigt sich bereits jetzt ein beeindruckender Anblick: Das Ringsystem ist hervorragend sichtbar und auch einige seiner hellsten Monde lassen sich schon mit kleineren Instrumenten beobachten. Für Besitzer mittlerer und größerer Teleskope gehört Saturn in diesem Monat zu den absoluten Höhepunkten des Nachthimmels.
Uranus
Uranus steht im August im Sternbild Stier und verbessert seine Sichtbarkeit von Woche zu Woche. Mit einer Helligkeit von etwa 5,7 mag ist er unter sehr dunklem Himmel zwar theoretisch mit bloßem Auge erreichbar, in der Praxis empfiehlt sich jedoch mindestens ein Fernglas. Im Teleskop erscheint Uranus als kleine, blass grünlich-blaue Scheibe. Größere Instrumente zeigen bereits einen deutlich von den Sternen unterscheidbaren Planetendurchmesser.
Neptun
Neptun befindet sich im Sternbild Fische und ist der Opposition bereits recht nahe. Er geht schon am Abend auf und kann nahezu die gesamte Nacht hindurch beobachtet werden. Mit einer Helligkeit von rund 7,8 mag bleibt er allerdings ein Objekt für Ferngläser und Teleskope. Im Okular zeigt sich Neptun als winziges, bläulich schimmerndes Scheibchen.
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Der Juli bietet kurze Nächte, dafür aber zahlreiche lohnende Beobachtungsobjekte. Während Venus weiterhin als heller Abendstern den Himmel schmückt, erscheint Mars langsam wieder am Morgenhimmel. Saturn entwickelt sich zunehmend zum markanten Objekt der zweiten Nachthälfte. Gegen Monatsende verschwindet Jupiter in Sonnennähe und ist nicht mehr beobachtbar.
🌕 Mond
Der Mond erreicht am 14. Juli seine Neumondphase. Damit werden die Nächte in der Monatsmitte besonders dunkel und bieten ideale Bedingungen für die Beobachtung lichtschwacher Deep-Sky-Objekte.
Vollmond ist am 29. Juli.
Ein schöner Anblick ergibt sich am 24. Juli, wenn der zunehmende Mond am Stern Antares im Skorpion vorbeizieht.
13.07. – Mond im Perigäum (erdnächster Punkt 359.115 km)
25.07. – Mond im Apogäum (größte Entfernung zur Erde 405.550 km)
🪐Die Planeten
Merkur
Merkur steht am 13. Juli in unterer Konjunktion zur Sonne und wechselt anschließend an den Morgenhimmel. Nach dem Ende seiner Rückläufigkeit am 23. Juli verbessert sich seine Sichtbarkeit langsam. Anfang August bietet sich eine günstige Morgensichtbarkeit an.
Venus
Venus bleibt während des gesamten Monats der auffällige Abendstern. Ihre Helligkeit nimmt leicht zu und erreicht rund −4,3 mag. Am 08. Juli nähert sie sich dem Stern Regulus im Löwen an – ein reizvoller Anblick bereits im Fernglas.
Mars
Mars taucht wieder am Morgenhimmel auf. Zu Monatsbeginn erscheint er kurz vor Sonnenaufgang über dem Nordosthorizont. Im Laufe des Monats verbessert sich seine Sichtbarkeit spürbar. Besonders interessant ist die enge Begegnung mit Uranus am 4. Juli, wenn beide Planeten im Fernglas gemeinsam verfolgt werden können.
Jupiter
Jupiter nähert sich der Sonne und steht am 29. Juli in Konjunktion. Damit verschwindet er vorübergehend vom Nachthimmel und wird erst im August wieder am Morgenhimmel sichtbar.
Saturn
Saturn entwickelt sich zum auffälligsten Planeten der zweiten Nachthälfte. Bereits Anfang Juli geht er kurz nach Mitternacht auf, gegen Monatsende schon deutlich früher. Am 28. Juli beginnt seine rückläufige Bewegung, während seine Helligkeit langsam zunimmt.
Uranus
Uranus steht weiterhin im Sternbild Stier und kann mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop am Morgenhimmel aufgesucht werden. Die Begegnung mit Mars am 4. Juli erleichtert das Auffinden.
Neptun
Neptun wird am 8. Juli stationär und beginnt anschließend seine Oppositionsschleife. Damit verbessern sich die Beobachtungsbedingungen bis in den Herbst hinein kontinuierlich.
☀️Sonne
Am 6. Juli erreicht die Erde ihren größten Abstand von der Sonne (Apogäum 152.088.675 km). Trotzdem erleben wir auf der Nordhalbkugel die wärmste Zeit des Jahres, da die Jahreszeiten von der Neigung der Erdachse bestimmt werden und nicht vom Abstand zur Sonne.
Im Verlauf des Monats wechselt die Sonne am 21. Juli vom Sternbild Zwillinge in den Krebs.
Die Carrington-Rotation 2313 beginnt am 6. Juli 2026.
Deep-Sky-Tipps
Die dunklen Nächte um Neumond eignen sich hervorragend für Beobachtungen der Milchstraße. Besonders lohnend sind:
- Kugelsternhaufen M13 im Herkules
- Ringnebel M57 in der Leier
- Hantelnebel M27 im Füchschen
- Lagunennebel M8 und Trifidnebel M20 im Schützen
- Wildentenhaufen M11 im Schild
☄️Sternschnuppen
Im Juli werden zwei Meteorströme aktiv:
Delta-Aquariiden (12. Juli bis 19. August) erreichen ihr Maximum um den 30. Juli. Unter idealen Bedingungen sind etwa 20 Meteore pro Stunde zu erwarten. Die Sternschnuppen sind meist eher lichtschwach und vergleichsweise langsam.
Bereits ab 17. Juli sind außerdem die ersten Perseiden aktiv. Das eigentliche Maximum folgt zwar erst im August, dennoch können bereits Ende Juli vereinzelt helle Sternschnuppen beobachtet werden.
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Der Juni steht ganz im Zeichen der Sommersonnenwende, die dieses Jahr am 21. Juni um 09:24 Uhr stattfindet. Dies markiert den astronomischen Sommeranfang und beschert uns den längsten Tag sowie die kürzeste Nacht des Jahres. In unseren Breiten erreichen die Nächte nun ihre geringste Dunkelheit, da die Sonne nur noch kurz und wenig tief unter den Horizont sinkt.
🌕 Der Lauf des Mondes
Der Monat beginnt kurz nach dem Vollmond (der bereits am 31. Mai eintrat).
Neumond: Die Neumondphase wird am 15. Juni um 03:54 Uhr erreicht.
Vollmond: Der eigentliche Juni-Vollmond leuchtet am 30. Juni um 00:56 Uhr am Himmel.
Erdferne (Apogäum): Am 1. Juni befindet sich der Mond mit 406.365 km in seiner größten Entfernung zur Erde. Eine weitere Erdferne wird am 28. Juni erreicht.
Erdnähe (Perigäum): Fast zeitgleich zum Neumond, ebenfalls am 15. Juni, erreicht der Mond mit 357.199 km seinen erdnächsten Punkt. Da dies mit dem Neumond zusammenfällt, ist der Effekt des "größeren" Mondes für Beobachter nicht sichtbar.
🪐Die Planeten: Merkur und Venus als Abendgäste
Merkur: Der innerste Planet bietet in der ersten Junihälfte eine sehr gute Abendsichtbarkeit. Am besten lässt er sich zwischen dem 7. und 11. Juni kurz nach Sonnenuntergang tief im Nordwesten aufspüren. Am 15. Juni erreicht er mit 24,5° seine größte östliche Elongation. Gegen Ende des Monats zieht er sich vom Abendhimmel zurück und wird am 29. Juni stationär, bevor seine rückläufige Phase beginnt.
Venus: Sie ist der unübersehbare Glanzpunkt im Westen. Direkt nach Sonnenuntergang leuchtet sie intensiv in der Dämmerung. Ein Highlight erwartet uns am 9. Juni: Venus zieht sehr eng (in weniger als zwei Grad Abstand) am Riesenplaneten Jupiter vorbei – ein tolles Motiv für das Fernglas
Jupiter: Jupiter steht noch zu Monatsbeginn tief am westlichen Abendhimmel, zieht sich aber zunehmend aus der Beobachtung zurück. Gegen Monatsende verschwindet der Riesenplanet bereits kurz nach Sonnenuntergang in der hellen Dämmerung und wird schließlich unbeobachtbar.
Mars: Mars bleibt weiterhin schwierig zu beobachten. Erst gegen Monatsende taucht der rote Planet sehr tief am Morgenhimmel auf. Beobachter mit freier Sicht zum Osthorizont können versuchen, ihn kurz vor Sonnenaufgang mit Fernglas oder Teleskop aufzuspüren.
Saturn und Neptun: Beide Planeten können in der zweiten Nachthälfte im Sternbild Fische beobachtet werden. Während Saturn bereits deutlich am Morgenhimmel präsent ist, benötigt man für den fernen Neptun ein Teleskop.
Uranus bleibt unsichtbar.
☀️Sonne
09. Juni: Beginn der Carrington-Rotation 2312
☄️ Sternschnuppen
In der letzten Juniwoche (ca. 23. bis 28. Juni) lohnt sich ein Blick nach Norden zum Sternbild Bootes. Hier liegt der Ursprung der Juni-Bootiden. Auch wenn die Berechnungen für 2026 keine extremen Ausbrüche vorhersagen, blicken diese Meteore auf eine Geschichte überraschender Aktivität zurück und ziehen angenehm langsam über den Himmel.

