Der Juni steht ganz im Zeichen der Sommersonnenwende, die dieses Jahr am 21. Juni um 09:24 Uhr stattfindet. Dies markiert den astronomischen Sommeranfang und beschert uns den längsten Tag sowie die kürzeste Nacht des Jahres. In unseren Breiten erreichen die Nächte nun ihre geringste Dunkelheit, da die Sonne nur noch kurz und wenig tief unter den Horizont sinkt.
🌕 Der Lauf des Mondes
Der Monat beginnt kurz nach dem Vollmond (der bereits am 31. Mai eintrat).
Neumond: Die Neumondphase wird am 15. Juni um 03:54 Uhr erreicht.
Vollmond: Der eigentliche Juni-Vollmond leuchtet am 30. Juni um 00:56 Uhr am Himmel.
Erdferne (Apogäum): Am 1. Juni befindet sich der Mond mit 406.365 km in seiner größten Entfernung zur Erde. Eine weitere Erdferne wird am 28. Juni erreicht.
Erdnähe (Perigäum): Fast zeitgleich zum Neumond, ebenfalls am 15. Juni, erreicht der Mond mit 357.199 km seinen erdnächsten Punkt. Da dies mit dem Neumond zusammenfällt, ist der Effekt des "größeren" Mondes für Beobachter nicht sichtbar.
🪐Die Planeten: Merkur und Venus als Abendgäste
Merkur: Der innerste Planet bietet in der ersten Junihälfte eine sehr gute Abendsichtbarkeit. Am besten lässt er sich zwischen dem 7. und 11. Juni kurz nach Sonnenuntergang tief im Nordwesten aufspüren. Am 15. Juni erreicht er mit 24,5° seine größte östliche Elongation. Gegen Ende des Monats zieht er sich vom Abendhimmel zurück und wird am 29. Juni stationär, bevor seine rückläufige Phase beginnt.
Venus: Sie ist der unübersehbare Glanzpunkt im Westen. Direkt nach Sonnenuntergang leuchtet sie intensiv in der Dämmerung. Ein Highlight erwartet uns am 9. Juni: Venus zieht sehr eng (in weniger als zwei Grad Abstand) am Riesenplaneten Jupiter vorbei – ein tolles Motiv für das Fernglas
Jupiter: Jupiter steht noch zu Monatsbeginn tief am westlichen Abendhimmel, zieht sich aber zunehmend aus der Beobachtung zurück. Gegen Monatsende verschwindet der Riesenplanet bereits kurz nach Sonnenuntergang in der hellen Dämmerung und wird schließlich unbeobachtbar.
Mars: Mars bleibt weiterhin schwierig zu beobachten. Erst gegen Monatsende taucht der rote Planet sehr tief am Morgenhimmel auf. Beobachter mit freier Sicht zum Osthorizont können versuchen, ihn kurz vor Sonnenaufgang mit Fernglas oder Teleskop aufzuspüren.
Saturn und Neptun: Beide Planeten können in der zweiten Nachthälfte im Sternbild Fische beobachtet werden. Während Saturn bereits deutlich am Morgenhimmel präsent ist, benötigt man für den fernen Neptun ein Teleskop.
Uranus bleibt unsichtbar.
☀️Sonne
09. Juni: Beginn der Carrington-Rotation 2312
☄️ Sternschnuppen
In der letzten Juniwoche (ca. 23. bis 28. Juni) lohnt sich ein Blick nach Norden zum Sternbild Bootes. Hier liegt der Ursprung der Juni-Bootiden. Auch wenn die Berechnungen für 2026 keine extremen Ausbrüche vorhersagen, blicken diese Meteore auf eine Geschichte überraschender Aktivität zurück und ziehen angenehm langsam über den Himmel.
